Hornhautimplantate


Intacs (intrastromale corneale ringsegmente, icrs)

ICRS sind hauchdünne bogenförmige Kunststoffsegmente aus PMMA (Plexiglas) und werden in einen Tunnel in die Peripherie der Hornhaut implantiert. Das Zentrum wird dabei nicht berührt. So wird die zentrale Hornhaut abgeflacht. Dadurch kann eine geringe Kurzsichtigkeit oder ein Keratokonus korrigiert werden. Die Methode ist reversibel und adjustierbar. Seit 1996 wird das Verfahren an der Universitätsaugenklinik Salzburg angewendet.

 


Vielversprechend an der ICRS-Technik ist, dass das Zentrum der Hornhaut, welches für die Qualität der optischen Abbildung von besonderer Bedeutung ist, nicht berührt wird. Durch die Entfernung der Ringsegmente kann der erreichte Effekt außerdem wieder rückgängig gemacht werden (Reversibilität). Bei Unter- oder Überkorrekturen kann bei einem weiteren operativen Eingriff der Ring ausgetauscht werden (Adjustierbarkeit).

 

Obwohl früher auch Kurzsichtigkeiten bis -4 D damit behandelt wurden, werden ICRS heutzutage hauptsächlich bei Patienten mit Keratokonus zur Verbesserung der Hornhautgeometrie implantiert.