Hornhautimplantate


Kamra Inlay (Acufocus)

Das Kamra Inlay (Linse) wird angewandt zur Korrektur der Alterssichtigkeit, entweder bei reiner Alterssichtigkeit oder, falls zusätzlich noch eine andere Fehlsichtigkeit besteht, in Kombination mit einer iLASIK. Diese "Mini-Blende"

erhöht die Schärfentiefe, somit können nahe Objekte wieder scharf wahrgenommen werden.

 

Das Kamra Inlay ist eine mikroskopisch kleine, nur 0,005 mm dicke schwarze Scheibe mit einem Durchmesser von

3,8 mm und einer zentralen Öffnung von 1,6 mm (und somit viel kleiner als eine Kontaktlinse). Es besteht aus einem speziellen Kunststoff, der seit vielen Jahren routinemäßig in intraokularen Implantaten verwendet wird.

Die Oberfläche des Inlays hat darüber hinaus 8400 durch hochpräzise, vom Laser hergestellte mikroskopisch

feine Löcher, die dazu beitragen, die Hornhaut gesund zu erhalten.

Das Kamra-Prinzip

Durch eine "Mini-Blende" wird die natürliche Pupille verkleinert. Ähnlich wie bei einer Fotokamera bewirkt die kleinere Blende eine größere Schärfentiefe, dadurch können sowohl Gegenstände in der Ferne als auch in der Nähe scharf gesehen werden. Das Implantat wird mit Hilfe eines Femtosekundenlasers in die Hornhaut nur eines (dem nicht dominanten) Auges eingesetzt, ähnlich wie bei einer iLasik-Operation gegen Fehlsichtigkeit. Dieser ambulante Eingriff wird in lokaler Betäubung durchgeführt und dauert etwa 20 Minuten.


Intacs (intrastromale corneale ringsegmente, icrs)

ICRS sind hauchdünne bogenförmige Kunststoffsegmente aus PMMA (Plexiglas) und werden in einen Tunnel in die Peripherie der Hornhaut implantiert. Das Zentrum wird dabei nicht berührt. So wird die zentrale Hornhaut abgeflacht. Dadurch kann eine geringe Kurzsichtigkeit oder ein Keratokonus korrigiert werden. Die Methode ist reversibel und adjustierbar. Seit 1996 wird das Verfahren an der Universitätsaugenklinik Salzburg angewendet.

 


Vielversprechend an der ICRS-Technik ist, dass das Zentrum der Hornhaut, welches für die Qualität der optischen Abbildung von besonderer Bedeutung ist, nicht berührt wird. Durch die Entfernung der Ringsegmente kann der erreichte Effekt außerdem wieder rückgängig gemacht werden (Reversibilität). Bei Unter- oder Überkorrekturen kann bei einem weiteren operativen Eingriff der Ring ausgetauscht werden (Adjustierbarkeit).

 

Obwohl früher auch Kurzsichtigkeiten bis -4 D damit behandelt wurden, werden ICRS heutzutage hauptsächlich bei Patienten mit Keratokonus zur Verbesserung der Hornhautgeometrie implantiert.