Hornhautimplantate - Kamra Inlay (Acufocus)

Das Kamra Inlay (Linse) wird angewandt zur Korrektur der Alterssichtigkeit, entweder bei reiner Alterssichtigkeit oder, falls zusätzlich noch eine andere Fehlsichtigkeit besteht, in Kombination mit einer iLASIK. Diese "Mini-Blende"

erhöht die Schärfentiefe, somit können nahe Objekte wieder scharf wahrgenommen werden.

 

Das Kamra Inlay ist eine mikroskopisch kleine, nur 0,005 mm dicke schwarze Scheibe mit einem Durchmesser von

3,8 mm und einer zentralen Öffnung von 1,6 mm (und somit viel kleiner als eine Kontaktlinse). Es besteht aus einem speziellen Kunststoff, der seit vielen Jahren routinemäßig in intraokularen Implantaten verwendet wird.

Die Oberfläche des Inlays hat darüber hinaus 8400 durch hochpräzise, vom Laser hergestellte mikroskopisch

feine Löcher, die dazu beitragen, die Hornhaut gesund zu erhalten.

Das Kamra-Prinzip

Durch eine "Mini-Blende" wird die natürliche Pupille verkleinert. Ähnlich wie bei einer Fotokamera bewirkt die kleinere Blende eine größere Schärfentiefe, dadurch können sowohl Gegenstände in der Ferne als auch in der Nähe scharf gesehen werden. Das Implantat wird mit Hilfe eines Femtosekundenlasers in die Hornhaut nur eines (dem nicht dominanten) Auges eingesetzt, ähnlich wie bei einer iLasik-Operation gegen Fehlsichtigkeit. Dieser ambulante Eingriff wird in lokaler Betäubung durchgeführt und dauert etwa 20 Minuten.

 

 

Behandlungsopitionen

 

Die KAMRA ist für Patienten geeignet, die alterssichtig sind, d.h. eine Lesebrille benötigen und bei denen keine anderen Augenerkrankungen vorliegen.

 

Das Inlay ist auch mit anderen Eingriffen kombinierbar, daher eignet es sich zur:

  • Korrektur reiner Alterssichtigkeit (Presbyopie), hierbei wird das Inlay nach Anlage einer kleinen Hornhauttasche mit dem Femtosekundenlaser implantiert
  • Korrektur bei Fehlsichtigkeit (Kurz- oder Weitsichtigkeit, Astigmatismus) und Alterssichtigkeit in Kombination mit einer iLASIK. Dabei wird das Kamra-Inlay nach der Laserbehandlung unter dem LASIK-Flap genau über der Pupille positioniert. Es kann auch in Augen eingesetzt werden, bei denen früher eine LASIK durchgeführt wurde.

 

 

Die häufigsten Fragen zum KAMRA-Inlay:

  • Werde ich eine sofortige Besserung feststellen ?
  • Die Wiederherstellung der Sehfähigkeit hängt vom Verlauf der Wundheilung ab. Bei manchen Patienten stellt sich bereits innerhalb der ersten Woche eine Verbesserung ein, es kann jedoch auch länger dauern.
  • Mit welchem Grad der Verbesserung kann ich rechnen ?
  • Der Grad der Verbesserung der Nahsicht ist von Person zu Person unterschiedlich. Die meisten Patienten erlangen jedoch eine Verbesserung der Sehschärfe im Nahbereich von durchschnittlich mindestens drei Zeilen.
  • Werde ich weiterhin eine Lesebrille tragen müssen ?
  • Mit der KAMRA Inlay-Implantation soll Ihre Abhängigkeit von der Lesebrille verringert werden. Wie oft Sie die Brille jedoch weiterhin benötigen, hängt von den jeweiligen Bedingungen ab. Möglicherweise werden Sie weiterhin zur Lesebrille greifen, wenn Sie bei schwachem Licht arbeiten, Tätigkeiten im Nahbereich über längere Zeit ausführen oder besonders kleine Schrift lesen möchten. Bei müden Augen oder nicht ausreichendem Tränenfilm ist eine Lesebrille u. U. ratsam, um Überanstrengung zu vermeiden.
  • Sieht das Auge nach der Implantation des Inlays anders aus ?
  • Das KAMRA Inlay ist kaum sichtbar. Es ist kleiner als eine Kontaktlinse und leichter als ein Salzkristall. Sogar in blauen Augen fällt es anderen Personen kaum auf.
  • Welches sind die häufigsten Nebenwirkungen ?
  • Vor der Operation wird der Augenarzt alle möglichen Risiken und Nebenwirkungen mit Ihnen besprechen. Generell gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen Veränderungen der Augenoberfläche, Blendungsempfindlichkeit, Halos und Beeinträchtigung der Nachtsicht. Dieselben Nebenwirkungen können auch nach einer Laseroperation am Auge auftreten. Üblicherweise bessern oder mildern sich diese Beschwerden mit der Zeit. Grundsätzlich kann das Inlay auch wieder entfernt werden.